Kinderhilfe sucht dringen Paten
    Donnerstag, den 29. März 2007, Zeitung: Camberger Anzeiger
Bad Camberg (ca). Vor wenigen Tagen ist Bidhan Roy aus Indien zurückgekehrt. Der gebürtige Inder, der seit rund 45 Jahren in Deutschland lebt und den Verein Gandhi Kinderhilfe e.V. seit 1990 aufgebaut hat, konnte vor Ort wieder viele Dinge bewegen. Er hat den Lesern des Camberger Anzeigers einen Erfahrungsbericht der 20-jährigen Rahel Brückner mitgebracht. Gemeinsam mit Dörte Rummel (26 Jahre) helfen sie in den Einrichtungen:

„Lautes Klatschen ertönt im Gang, die Schwester weckt die Kinder auf. Obwohl es noch dämmert und neblig ist erwachen wir von dem Lachen der Kinder. Es ist 6 Uhr am Morgen und wir beten mit den Kindern. Dörte besucht die Gandhi-Kinderhilfe bereits zum vierten Mal. Auch ihre Eltern sind dieses Mal mit dabei, sie unterstützen die Gandhi-Kinderhilfe seit über zwei Jahren. Dann sind noch zwei Patenmütter aus Bad Camberg und Hofheim für ein paar Tage hier. In dem Heim leben ungefähr 40 Kinder zwischen drei und 14 Jahren. Nach dem Frühsport und dem Frühstück bringen wir die Kinder in die nahe gelegene Schule. Die Nachmittage verbringen wir mit Malen, Basteln oder Fußballspielen. Seit einiger Zeit haben sechs Schwestern und ein Pater des katholischen Ordens „Don Bosco" die Leitung des Kinderheimes mit übernommen.

Mit mütterlicher Fürsorge kümmern sich die Schwestern um die Kinder, wobei wir sie soweit möglich, unterstützen. Außer dem Kinderheim, welches sich vor allem durch die Vergabe von Patenschaften finanziert, wird durch Hilfe deutscher Spendengelder mehr als 250 Kindern eine Schulbildung ermöglicht. Ein medizinisches Zentrum konnte aufgebaut werden, in welchem drei Arzte die Menschen mit Medikamenten versorgen. Unter anderem werden Frauen zur Näherin ausgebildet. Durch das Spenden von Kühen, Nähmaschinen und Rikschas konnte Familien ermöglicht werden, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. In der Umgebung wurden und werden Wasserpumpen aufgestellt, durch welche die Menschen von sauberem Trinkwasser profitieren können. Neben den Wasserpumpen sind Gedenktafeln angebracht, auf welchen die Sponsoren namentlich erwähnt sind. Letzte Woche wurde die Kapelle im Hof durch den Landesbischof eingeweiht. Wir haben mit 250 Leuten ein großes Fest gefeiert. Danach gab es leckeres Essen für alle. Das Mädchenhaus und das Medizinische Zentrum wurde vom deutschen Konsul Herrn Fischer und dessen Frau eröffnet, da ein Teil vom deutschen Konsulat in Kalkutta finanziert wurde. Durch Sponsoren der Ghandi-Kinderhilfe konnten zwei Kühe, drei Wasserpumpen und fünf Rikschas an Familien übergeben werden, außerdem fünf Nähmaschinen an Frauen, welche die Prüfung der Näherinnen-Ausbildung erfolgreich bestanden haben''.

Soweit Auszüge aus dem Bericht von Rahel Brückner. Die Gandhi Kinderhilfe sucht dringend Paten für Waisenkinder. Mit einem monatlichen Betrag von 20 Euro kann den Kindern schon sehr gehollen werden. Weitere Informationen gibt es unter www.Gandhi-Kinderhilfe.de.

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