Ein weiteres Projekt "Hilfe zur Selbsthilfe"
    Dezember 2004, Zeitung: Kreisstadt Echo
Neben dem gut angelaufenen Rikscha-Projekt biete die Kinderhilfe etwas Neues im Rahmen von "Hilfe zur Selbsthilfe": Bedürftige Familien erhalten auf Nachfrage eine Milchkuh, die die Familie im Schnitt mit 13 Litern versorgt. Davon gehen drei bis vier Liter ans Kinderheim, den Rest darf die Familie verkaufen. Das entspricht einem zusätzlichen Einkommen von zwei Euro pro Tag, rechnet Bidhan Roy.
Inzwischen konnten sechs Rikschas übergeben werden, davon drei aus Bad Camberg, drei aus Bayern. Die Rikscha-Fahrer haben sich verpflichtet, die Kinder kostenlos zur Schule zu fahren. Die restlichen Fahrten gehen in die eigene Kasse. Spenden werden auch in Nähmaschinen (50 Euro) und Wasserpumpen (250 Euro) umgesetzt. Außerdem fahren demnächst eine Krankenschwester aus der Neurologischen Reha-Klinik Bad Camberg und ein Krankenpfleger aus Diez sowie zwei junge Erzieherinnen aus Koblenz nach Jemo, um dort Hilfe zu leisten.
Vergrößert wurde die medizinische Abteilung. Eine Gynäkologin ist neu hinzugekommen, so dass jetzt fünf Ärzte dort arbeiten. Das deutsche Generalkonsulat Kalkutta hat zusätzlich ein Labor finanziert. Übrigens: Die Patenschaft für ein Kind kostet 6, für ein Waisenkind 20 Euro im Monat. Für 5 Euro im Monat können ältere Frauen/Witwen unterstützt werden. Eine Kuh kann für 200 Euro gespendet werden, die Rikscha für 150 Euro. (pp)

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