Zahlen, Daten, Fakten
    Montag, den 19. Dez 2005, Zeitung: Nassauische Neue Presse

Bad Camberg. Die Gandhi Kinderhilfe in Bad Camberg hat einen Schwesterverein, die Gandhi Kinderhilfe in Passau, mit deren Unterstützung Dr. Bimet Roy, der Vater von Bidhan Roy, 1988 das Heim für geistig und körperlich behinderte Kinder in seinem Heimatort Jemo ins Leben rief. 70 behinderte Jugendliche werden hier ganztägig schulisch und handwerklich betreut. Etwa 200 Patenkinder besuchen den Schulunterricht in den Räumlichkeiten der Kinderhilfe. Im Ausbildungszentrum für bedürftige Frauen, das ebenfalls in den Räumlichkeiten des Instituts untergebracht ist, werden handwerkliche Berufe wie Näherin oder Weberin unterrichtet. Dieses Gebäude wurde aus Mitteln des Deutschen Generalkonsulats in Kalkutta von Hessischen Ministerien und Spenden aus Deutschland finanziert. 2001 wurde das Heim für elternlose Kinder fertig gestellt. Hier sind zur Zeit 17 Jungen und Mädchen untergebracht. Seit März 2001 gibt es die medizinische Versorgung, die von vier Ärzten und einem Laboranten gewährleistet wird. Folgende Projekte werden als "Hilfe zur Selbsthilfe" geführt: Für 260 Euro kann eine funktionierende Brunnenanlage gebaut werden,160 Euro kostet eine Fahrrad-Rikscha, 50 Euro eine Nähmaschine, 250 Euro eine Milchkuh. Familien, die derartige Unterstützung erhalten, sind auch gefordert, einen Beitrag zurückzuzahlen, zum Beispiel in Form von Milch oder einer kleinen Abgabe, die diejenigen zahlen, die in den Genuss einer Fahrrad-Rikscha gekommen sind. Für ein Patenkind zahlen deutsche Helfer 6 Euro im Monat, für die Unterstützung eines Waisenkindes 20 Euro im Monat. Die Mitgliedschaft im Verein kostet 14 Euro im Jahr für Einzelpersonen, 20 Euro für eine Familie. Die Kassierin des Vereins "Gandhi Kinderhilfe" in Bad Camberg, den zur Zeit 400 Menschen unterstützen (als Mitglieder und/oder Paten) ist Birgitt Bang. Sie ist verantwortlich für die ordnungsgemäße Buchung der Einnahmen und Ausgaben des Vereins. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden Herrn Roy erstellt sie für jedes Jahr einen Wirtschaftsplan, mit dem Fokus auf die Deckung der laufenden Kosten, die aus den vielfältigen Projekten entstehen. Für das Jahr 2005 bezifferte sie beispielsweise die zu veranschlagen den Unterhaltskosten mit etwa 17000 Euro. Diese werden gedeckt durch die Einnahmen aus den Mitgliedsbeiträgen (2500 Euro), den Spenden für Patenschaften (20526 Euro) wie auch Dauerspenden (1500 Euro). Der Verein legt Wert auf die Feststellung, ohne jegliche Verwaltungskosten allein mit ehrenamtlicher Hilfe zu arbeiten. (pp)

 

Wer sich für die Arbeit der Gandhi-Kinderhilfe interessiert:

Helfer aus Deutschland verbrachten in der Vergangenheit schon mehrere Monate dort, zu zahlen ist der Flug, die Unterbringung an Ort und Stelle ist kostenfrei.

Weitere Informationen gibt der Vereinsvorsitzende Bidhan Roy
Tel./Fax (06434) 5471
E-Mail: info@gandhi-kinderhilfe.de
Internet: www.gandhi-kinderfhilfe.de

Ein Spendenkonto ist bei der Vereinigten Volksbank eingerichtet
BLZ 511 900 00
Konto-Nr. 42331

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